Erzähl doch mal …
Sr. Herlinde

Ich bin in Monschau in der Eifel mit sechs Brüdern und vier Schwestern aufgewachsen. 

Als ich fünf Jahre alt war, fiel ich beim Spielen in einen Eimer mit kochendem Wasser. Ich war so schrecklich verbrüht, dass meine Eltern dachten, ich müsste sterben. Aber sie brachten mich nicht ins Krankenhaus; wenn ich denn sterben müsse, dann sollte ich nicht allein sein, sondern in der Mitte meiner Familie. Zwei meiner Brüder wurden zu einem bekannten Heiler im nächsten Dorf geschickt. Er war sehr gottesfürchtig und heilte mich in Gottes Namen. 

Advent und Weihnachten waren zauberhafte Zeiten, die ich sehr liebte. Allerdings bekamen wir an Weihnachten meist sehr praktische Sachen geschenkt: Winterschuhe, Schals und Pullover. Einmal wünschte ich mir so sehr eine Puppe. Meine Mutter erklärte mir, falls das Christkind denn tatsächlich eine Puppe für mich brächte, dass dann auch die Schwestern damit spielen dürften. Ja, damit erklärte ich mich einverstanden. Tatsächlich lag eine Puppe unterm Weihnachtsbaum. Überglücklich trug ich die Puppe dann, wie ein kleines Kind, auf dem Arm mit mir herum. Meinen Schwestern erlaubte ich, dass sie sie jeweils 5x auf den Knien schaukeln durften – denn mehr sei für ‚das kleine Baby‘ doch wirklich zu anstrengend. 

Meine Tante und mein Onkel kamen zu Besuch und hatten einen großen gelben Teddybär im Arm. Oh weh – ein Bär für so viele Kinder, wie sollte das gutgehen? Meine Mutter hatte einen weisen Einfall: der Kopf des Bären wurde zum Fußball für die Jungs umfunktioniert und die Mädchen konnten den Rumpf des Bären abwechselnd mit den aufbewahrten Kleinkindsachen bekleiden. Wir Kinder waren mit dieser Lösung sehr zufrieden.

Ich denke gerne an diese Kindertage zurück. Wir waren arm, aber die Liebe meiner Eltern war immer spürbar – zu uns Kindern, aber auch anderen Menschen gegenüber, die vielleicht noch bedürftiger waren als wir. Meine Mutter hatte immer Ideen, wie sie das Wenige, das wir hatten, noch teilen konnte.

Sr. Herlinde

 

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