Nicht in die Vergangenheit sondern nach vorne blicken- das tat Pfarrer Weinhag in seiner letzten offiziellen Messe als Pfarrvikar vor seiner anstehenden Pensionierung.

Viele Gemeindemitglieder, aber auch zahlreiche Gäste waren an Christi Himmelfahrt in die Liebfrauenkirche gekommen, um diesen Gottesdienst mit ihm zu feiern und um sich beim anschließenden Empfang im Kirchgarten bei strahlendem Sonnenschein persönlich von ihm zu verabschieden.

In seiner Predigt beschwor Pfarrer Weinhag wie schon in seiner Antrittsmesse vor 23 Jahren eindringlich die bleibende Suche nach dem inneren „Pünktchen“, die für jeden Menschen und jede Gemeinschaft unabdingbar sei um lebendig zu bleiben. Wo die Suche nach diesem wertvollen Pünktchen fehle oder gar als eigener unverbrüchlicher Besitz betrachtet würde, sei der Mensch bzw. die Gemeinschaft perspektivlos und wie tot.

So endete Pfarrer Weinhag seine Predigt mit einer nicht unterschwellig, sondern explizit geäußerten Kritik an der von vielen als starr und hochmütig empfundene Haltung der Leitung des Erzbistums, unter der viele katholische Christ*innen nun schon viele Jahre leiden.

In den anschließenden Reden der Vertreter des Pfarrgemeinderates, des Kirchenvorstandes, des ökumenischen Konvents Mülheim in Person des evangelischen Pfarrers Johannes Vorländer und der Zivilgesellschaft vertreten von Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs wurde Christian Weinhags Einsatz in den langen Jahren zunächst als leitender Pfarrer von Liebfrauen und Herz Jesu, dann später nach mehreren Fusionen als Pfarrvikar in der Großgemeide St. Clemens und Mauritius gewürdigt. Insbesondere seine herausragende theologische Kompetenz, sein besonderes Engagement in der Förderung von Kunst, Kultur und Erwachsenenbildung, seine äußerst kreativen und experimentierfreudigen Impulse im Bereich der Liturgie bei Gottestracht und „Ostern experimentell“ wurden von verschiedenen Rednern gewürdigt.

Pfarrer Wagner ließ abschließend ein von vielen Gemeindemitgliedern mitgestaltetes Erinnerungsbuch überreichen und - eindrucksvoll an zwei Schnüren hochgezogen - einen roten Teppich mit eingewebter Mülheimer Brücke, verbunden mit der Aufforderung an den schon seit einiger Zeit in Ehrenfeld lebendenden Weinhag, seine langjährige Wirkungsstätte nicht zu vergessen.

Wir wünschen Pfarre Weinhag einen gelungenen Übergang in die neue Lebensphase, weiterhin viele kreative Ideen und Gottes reichen Segen!

 

 

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