BOLIVIEN

Im August 2018 sind 21 Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene der CAJ Schäl Sick aus der katholischen Kirchengemeinde St. Clemens und Mauritius nach Bolivien gefahren. Vor Ort ist die Gruppe in verschiedene Städte Boliviens gereist. Hauptziel der Reise war es, Entwicklungshilfe in Bolivien zu leisten und ein differenziertes Bewusstsein für Kultur, Bildung, Umwelt und Menschen aufzubauen. Hierzu wurde das Ziel verfolgt, einen kulturellen Austausch zwischen den Jugendlichen anzustoßen und zu fördern. Auf dieser Reise sollten die Jugendlichen die Hilfsbereitschaft des jeweils anderen Kulturkreises erfahren und ihr soziales Engagement weiterentwickeln. So wurde Offenheit und Akzeptanz gefördert.

Der erste Teil: Bei den „Los Masis“
Als wir am Flughafen in Sucre ankamen, wurden wir von Roberto, dem „Vater“ der Los Masis, herzlich in empfangen. Bereits in Deutschland konnten wir die Masis kennenlernen und eine freundschaftliche Beziehung aufbauen. Wie auch schon der Titel „Jugend begegnet Jugend“, den wir unserer Reise verliehen, besagt, tauschten wir uns – soweit es die Sprache erlaubte – in dieser ersten Woche mit den Kindern und Jugendlichen vor Ort aus. Wie so oft bei einer Reise in ferne Länder kam vieles anders als wir planten, sodass wir recht spontan gefragt wurden, ob wir den Innenhof des Centro Cultural, der „Musik- und Hausaufgabenschule“ der Masis, streichen könnten. Natürlich machten wir uns direkt an die Arbeit, denn einerseits hilft man für den guten Zweck, und andererseits ist Arbeit immer ein guter Anknüpfpunkt, um sich auszutauschen.

Extra für uns wurde ein kleines Konzert veranstaltet, es wurde getanzt, gelacht und den schrill-schönen Klängen der Flöten, auf denen die Kinder spielten, gelauscht. Ebenfalls sehr in Erinnerung geblieben ist unser gemeinsamer Ausflug in eine Soccerhalle, in der die deutschen Fußballkünste bestaunt und belächelt wurden. Auch wir konnten durch fleißiges Üben und mit Unterstützung der Kinder ein Lied auf den wunderschönen Flöten, die uns geschenkt wurden, spielen.

Der Zweite Teil: Das Waldprojekt in Cajamarca
Die Reise nach Cajamarca war eine sehr nervenaufreibende Fahrt, da die Straße sehr schmal und schlecht ausgebaut war. Angekommen in Cajamarca, hatten viele aufgrund der dünnen Luft mit der Höhe zu kämpfen. Abends wurde es immer sehr kalt, und wir erfuhren, wie sich ein Leben ohne Heizung und Strom anfühlt. Fast jeden Abend verbrachten wir am warmen Lagerfeuer. Am ersten Tag machten wir einen Ausflug zum Markt in Tarabuco. Dort konnte man alles kaufen, von Schreibwaren über Lebensmittel bis hin zu Kleidung. Wir starteten die Tage mit einem gemeinsamen Frühstück – dann ging die Arbeit los! Dazu hat sich die Gruppe eingeteilt: Einige sortierten und stapelten Holzlatten, andere pflegten den Wald, bereiteten das Mittagessen vor, bauten eine Treppe oder führten Verbesserungen am Haus durch. Diese Arbeiten verlangten einem viel ab, Kraft und Ausdauer waren gefragt.

Ein paar Stationen durften wir auf unserer Reise natürlich nicht auslassen, dazu zählen zum Beispiel die Salzwüste in Uyuni und die berüchtigte Todesstraße, die aber mittlerweile sehr viel weniger gefährlich ist. Einige von uns fuhren mit dem Mountainbike, die anderen mit dem Bus ein Stückchen von ihr hinunter – ein krasses Erlebnis!

Ebenfalls sehr erstaunt und verärgert hat uns der Müll, der überall in Massen herum lag, und die unglaublich stinkenden Abgase der Autos – und doch haben wir erfahren, dass der ökologische Fußabdruck der Bolivianer sehr viel kleiner ist als der der aufgeräumten Mitteleuropäer.

Besonders geprägt hat uns, neben der Natur, die Arbeit der „Los Masis“, denn sie ist unserer Arbeit mit Jugendlichen hier in Deutschland sehr ähnlich. Es ist wundervoll zu sehen, wie viel die Arbeit allen Beteiligten gibt und wie die Kinder darin aufgehen, Musik zu machen.

Die Erlebnisse und Erfahrungen, die wir und unsere Freunde in Bolivien machen durften, sind von unschätzbarem Wert, wir sind dankbar, besonders für die Menschen, die uns unterstützt haben und hoffen, alles noch lange in Erinnerung zu behalten. Auf weitere gute Projekte!


Fotos: Paul Caruso

Die offene Kinder und Jugendarbeit ist in unserer Kirchengemeinde sehr präsent.

JUGENDZENTREN

Don-Bosco-Club
Tiefentalstraße 38
51063 Köln
0221 / 6 47 08 55
 
Area 51
Galileistr. 8
51065 Köln
0221 / 16 92 00 74
 
Support 51
Charlierstraße 11
51065 Köln
0221 / 16 83 49 32

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