Beerdigung in einer katholischen Gemeinde in Ghana: Ein mehrtägiges Fest; viele Verwandte und Freunde sind dabei, und eigentlich jeder, der kommen will. Es wird getrauert und geweint, erzählt und gebetet, vor allem aber auch gesungen und getanzt. 
 
In Deutschland, in Köln sehen Beerdigungen anders aus, man zeigt sich mehr in sich gekehrt und trauriger, und Tanz gehört sicher nicht dazu. Meist erst beim Reuessen (wie der Leichenschmaus im Rheinland heißt) geht es weniger traurig zu, und es ist zu spüren, dass das Erleben von Gemeinschaft Kraft schenkt: Im gemeinsamen Essen erfahren die Hinterbliebenen, dass ihr Leben weitergeht.
 
Die Zeit der Trauer ist für die meisten Menschen aber nicht mit der Beerdigung vorbei; und nicht wenige kämpfen noch nach Monaten oder gar Jahren mit ihrer Trauer. Da tut es gut, Menschen zu begegnen, die dafür Verständnis haben – zum Beispiel im „Trauercafé“ im Liebfrauenhaus.

Jeden 2. Mittwoch im Monat von 14.30 bis 16.30 Uhr öffnet seit Aschermittwoch das Trauercafé, in dem die Gemeinde mit der Gruppe Trauerpastoral, der Hospizverein und das Café Mühle zusammenwirken. 

Bei Kaffee, Tee und leckeren kleinen Kuchenstücken treffen sich Trauernde zum unverbindlichen Miteinander. Es gibt keine Vorgaben, es muss keiner reden, es darf jeder sich äußern, es darf geweint, aber auch gelacht werden.  

So sieht denn auch die Wirklichkeit aus. Zunächst kamen 

11 Gäste, dann 13, beim 3. Mal schon 21. Man saß zwanglos zusammen, und es wurde oft gleich frei erzählt. Vieles dreht sich um den Trauerfall, viel auch um die Zeit davor, lange Pflege zum Beispiel. Es gibt Menschen, die ihre Angehörigen gerade erst vor zwei Wochen beerdigt haben, aber auch Trauernde, die nach 4 Jahren noch deutlich traurig sind. 

Die Gespräche drehen sich aber auch durchaus um andere Themen, der alte Herr, der den Damen an seinem Tisch erklärt, dass sie durchaus allein in eine Kneipe gehen könnten, oder die Erinnerung an Kriegszeiten. 

Die Trauerbegleiter, jeweils drei davon sind anwesend, halten sich zurück, erzählen aber auch gerne mit oder beantworten Fragen. 

Manchmal erscheint es notwendig, eine umfassende Trauerbegleitung in Form einer Einzelbegleitung anzubieten. In Zusammenarbeit mit dem Hospizverein ist auch das möglich.

Ich bin gerne im Trauercafé dabei.

 
Kontakt:

Brigitte Hoffmans, Trauerbegleiterin, Hospizverein, Tel. 0221 | 61 36 83

Wolfgang Obermann, Gemeindereferent, Tel. 0221 | 2 97 22 09, Katholische Pfarrgemeinde, St. Clemens und Mauritius

in Kooperation mit:

Hospizverein Köln-Mülheim e.V.

und dem Café Mühle 

im Liebfrauenhaus

 

Öffnungszeiten:

Das Trauercafé ist am zweiten Mittwoch jeden Monats 

von 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. 

Bildnachweise: J.Mühlbauer exclus, Tiko, pressmaster, amenic181, OFC Pictures,  kab-vision, ipopba, chambo4ka, gudrun, Kathrin39, Quelle: fotolila.com

Arbeitskreis Trauerpastoral

Kontaktdaten

Verantwortlicher Ansprechpartner: Wolfgang Obermann
 obermann@clemens-mauritius.de  
 
0178/5387918

Weitere Informationen


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.