UNTERWEGS
 
Am 24.9.2020 fand in unserer Gemeinde das Seelsorgebereichsform statt. Wir möchten in diesem Artikel einen Rückblick auf das Forum und einen Ausblick auf den pastoralen Zukunftsweg geben. Seit Juni 2018 hat sich das Erzbistum Köln auf die aktuelle Etappe des pastoralen Zukunftsweg begeben. Die Realität zeigt: Sinkendes Interesse an kirchlichen Angeboten, geringe Attraktivität kirchlicher Berufe, hohen Anteil an Verwaltungsaufgaben und zukünftigen Engpass an finanziellen Mitteln. Das Erzbistum wollte uns die ersten Ergebnisse und Ideen für die Zukunft der Kirche vorstellen und besprechen.
 
Im September 2020 wurden nun alle Gemeinden des Erzbistums im Rahmen von Seelsorgebereichsforen einbezogen. In vielen Gemeinden erfolgte eine Beteiligung „nur“ mit den Gremien der Gemeinde: Pastoralteam, Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand.
 
Das war uns hier in Buchforst-Buchheim-Mülheim zu kurz gedacht. Zum Seelsorgebereichsforum in der Liebfrauenkirche waren von daher auch Kindergartenleiter/innen, Schulleiter/innen, Altenheimleiter/innen, Sozialraumkoordinator/innen, Vertreter der internationalen Gemeinden, sowie Vertreter/innen vieler in unserem Seelsorgebereich tätigen Organisationen eingeladen und nahmen auch an der Veranstaltung mit großem Interesse teil. Das entspricht auch und gerade dem Vorhaben des pastoralen Zukunftsweges. (Wegen Corona war die Zahl der Teilnehmer leider begrenzt. Es hätte sicher noch mehr Interessierte gegeben.)
 
Das Erzbistum Köln will bis zum Jahr 2030 folgendes neu gestalten:
Statt bisher 180 Seelsorgebereiche im gesamten Erzbistum soll deren Zahl schon bald auf ca. 60 zusammengeführt, also verringert und dann jeweils als eine Großpfarrei eingerichtet werden. Das könnte heißen: In Köln rechts des Rheins besteht die Möglichkeit / Wahrscheinlichkeit, dass es nur noch zwei Pfarreien gibt, Süd mit Porz…, Nord mit Mülheim…
 
Diese Pfarrei wird dann von dem leitenden Pfarrer und einem multiprofessionelles Pastoralteam geführt. Hierzu gehören der/die Verwaltungsleiter/in, ein/e Jugendreferent/in, ein/e Engagementförderer/in, Pastoral- und Gemeindereferenten/innen, Diakone, Kirchenmusiker und einzelne, gefirmte Engagierte.Was mit den bisherigen Gremien (Pfarrgemeinderäte/Kirchenvorstand/Ortsausschüsse etc.) im Seelsorgebereich wird, steht noch offen.
 
In einer solchen zukünftigen Pfarrei soll es dann viele Gemeinden geben. Das sind Orte, an denen Menschen sich als Gemeinschaft im Geiste Jesu Christi zusammenfinden. 
 
Das werden zunächst einmal die örtlichen Gemeinden, die heutigen Kirchturmgemeinden, sein können. Aber auch neu entstehende Personalgemeinden beispielsweise im Umfeld von Kindergärten, Jugendeinrichtungen etc. können zu Gemeinden werden unter dem Dach der Pfarrei. Diese Gemeinden sollen in Zukunft von einem Team von Verantwortlichen getragen werden, die das kirchliche Leben vor Ort gestalten durch Dienst am Nächsten, Verkündigung und Liturgie. Sie arbeiten dabei mit dem Pfarrer zusammen (siehe Schaubild „Pfarrei der Zukunft).
 
Im Seelsorgebereichsforum wurden diese neuen Strukturen aufgezeigt und Fragen dazu beantwortet. Nicht alle Informationen für die Zukunft sind deutlich geworden. Insbesondere verbleibt die Frage, wie sich die Zukunft der Seelsorge gerade in unserer Gemeinde, dann Pfarrei zeigt und zu gestalten ist.
 
Mögliche Fragen sind: Welche Gemeinden werden zu Pfarreien zusammengelegt? Wie viele pastorale Dienste und Teams von Verantwortlichen gibt es? Wie werden die Verantwortlichen gefunden? Was dürfen diese? anders Was ist mit den bisherigen Gremien? Werden Kirchengebäude aufgegeben oder anders genutzt und wie? Andere Gottesdienstorte? Mehr Diakonie, Caritas, Vernetzung im Sozialraum? 
 
Einiges haben wir an diesem Abend aufgeschrieben und dem Erzbistum zurückgemeldet (siehe nebenstehende Kasten). Vielleich gibt es ja bald hierzu eine Antwort oder weitere Informationen. Leider war es an diesem Abend nicht möglich, mit den Teilnehmern in einen Austausch untereinander zu kommen. Doch wenn wir uns nun auf den Weg in die Zukunft unserer Kirche vor Ort machen wollen, dann ist dies dringend angezeigt. 
 
Das wollen wir in kleinen Gesprächsrunden mit den am 24.9.2020 beteiligten Menschen ab Januar 2021 beginnen und nächste Schritte erarbeiten. 
 
So werden alle noch einmal eingeladen, die Ortsausschüsse kommen nun hinzu. Das Vorbereitungsteam des Seelsorgebereichsforum hatte am Schluss der Veranstaltung mitgeteilt: Es geht weiter… Ja, wir werden berichten.
 
Text: Für das Vorbereitungsteam: Brigitte Hoffmans, Johannes Schmitz
Grafik: Boston Consulting Group


 

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