2014 war ich mit meinen Freunden auf einer der Kinder- und Jugendfreizeiten der Gemeinde. Das Thema dieser Freizeit war „Das Leben Don Boscos“. Ich wusste bis dahin zwar, dass wir in unserer Gemeinde einen „Don-Bosco-Club“ haben, aber nicht, was es mit diesem auf sich hat. Durch diese Freizeit bin ich das erste Mal richIg auf den Namen gestoßen und wurde neugierig.

Wieder zu Hause angekommen, bin ich das erste Mal auf die Internetseite der Don Bosco Volunteers – eine Organisation der Salesianer Don Boscos – gegangen. Ich fand die Idee schon damals cool, einfach für ein Jahr wegzugehen, Kindern zu helfen, neue Menschen, Kulturen und Sprachen kennenzulernen und komplett neue Erfahrungen zu machen. Mittlerweile weiß ich, dass damit auch viel Verantwortung und Herausforderungen verbunden sind. Trotzdem bin ich immer noch sehr von diesem Engagement überzeugt.

Als die Einladung zum Bewerbungsseminar kam, war ich völlig aus dem Häuschen. Zu diesem Seminar wurden ca. 30 Jugendliche eingeladen, die aus ganz Deutschland kamen. Die anfängliche Aufregung und die Angst vor diesem großen Projekt wurde mir schnell durch die herzliche und offene Atmosphäre genommen. Während des Seminars, das sich um unsere Persönlichkeiten, Werte, Erfahrungen und Motivationen drehte, standen uns ehemalige Volontäre zur Seite, die uns von ihren Erfahrungen und Projekten erzählten. Da waren spannende, lustige, aber auch traurige Geschichten dabei – alles was zu einem Jahr in einem anderen, fremden Land gehört. Alle Leute, die ich getroffen habe, waren super offen, man konnte sich direkt mit allen unterhalten, und es wurde viel gelacht.

Wir haben das „good morning“, bei dem singend, betend und etwas verschlafen in den neuen Tag eingeleitet wird und das „good night“ kennen gelernt, bei dem wir den Tag reflektiert haben und auch gebetet. Dann gab es noch gaaaanz viel Essen. Zwischen den einzelnen Einheiten haben wir neue Spiele – „Energizer“ – kennen gelernt, die wir auch später in unseren Projekten mit den Kindern spielen können. So kam es, dass wir teilweise als Popcorn durch den Raum sprangen oder schreiend als Prinzessin vor dem Monster weglaufen mussten.

Im ersten Vorbereitungsseminar in Bonn – dem Hauptsitz der Don Bosco Volunteers – ging es mit Spielen hüpfend weiter, es wurde aber auch ernst. In Kleingruppen haben wir uns mit uns selbst beschäftigt: Was macht uns aus? Was passiert mit uns /unseren Eigenschaften, wenn wir an einen komplett anderen Ort gesetzt werden? Wir haben über Probleme und Vorurteile gesprochen, die uns erwarten, über Erwartungen und Gefahren. Wir wurden über mögliche Krankheiten, deren Folgen und nötige Impfungen aufgeklärt. Es gab auch sehr positive Elemente im Seminar: Erfahrungen von anderen Ehemaligen, schöne Abende und einen Tag Don Bosco pur bei dem Don Bosco Forum 2019 in der Universität in Bonn, bei dem wir viele Leute kennengelernt haben, die sich für Kinder einsetzten.

Es liegt jetzt noch viel vor mir. Da sind noch zwei weitere Vorbereitungsseminare, das nächste wird in Benediktbeuren stattfinden, dann noch ein zweiwöchiges Praktikum in einer der Einrichtungen der Salesianer hier in Deutschland. Hier geht es darum, in die Don Bosco Pädagogik „reinzuschnuppern”.

Das Auslandsjahr mit den Fahrtkosten, Unterkünften, Seminaren, Impfungen und vielem Weiteren wird von dem staatlichen Förderprogramm „weltwärts” finanziert. Dieses deckt jedoch maximal 75 Prozent der anfallenden Kosten, der Rest muss von den Volunteers über Spendengelder finanziert werden. Wenn Sie eine Unterstützung leisten möchten, um das Engagement der diesjährigen Volunteers und die Einrichtungen in den verschiedenen Ländern zu fördern, dann würde ich mich wirklich sehr über eine Spende auf das im Infokasten genannte Spendenkonto der Don Bosco Mission freuen.

Erst vor ein paar Tagen habe ich erfahren, wo es für mich hingehen wird: Nach Ruanda in Afrika, in die Stadt Butare Rango im Süden des Landes. Mit dieser Information beginnt jetzt eigentlich erst alles. In den nächsten Wochen werde ich mich über das Land und seine Menschen informieren, außerdem werde ich mit Emma, meiner Mitvolontärin in dem Projekt, vor der Abreise einen Kinyarwandakurs belegen. Das ist neben Englisch, Französisch und Suaheli eine der 4 Hauptsprachen in Ruanda und wird vor allem von den Kindern gesprochen. Daher ist das Erlernen diese Sprache besonders wichtig für uns. Wir werden wohl auch vor Ort weiter Unterricht in der Sprache bekommen, damit wir uns in dem Jahr gut verständigen können. Die Brüder in der Communauté, bei denen wir leben werden, sprechen fast nur französisch.

In der ersten Septemberwoche geht es für mich dann für ein Jahr nach Ruanda. Im Februar des kommenden Jahres treffe ich mich mit Volunteers, die auch in Projekten in Afrika sind, zu einem Zwischenseminar. Dort werden wir über das schon Erfahrene sprechen, reflektieren und neue Kraft und Motivation für die kommenden Monate sammeln. Was mich in dem Jahr dort genau erwartet, weiß ich noch nicht. Was ich weiß, ist, dass ich dort „nur“ als Freiwillige für ein Jahr hingehe. Die Erfahrungen, die ich machen werde, werden mich auf jeden Fall prägen und wohl sehr lange begleiten. Ich muss mir aber bewusst werden, dass ich mit diesem einem Jahr nicht die ganze Welt retten kann. Aber ich kann und will für die Kinder da sein. Ich kann für die Kinder das „Plus“ sein, von dem schon in unseren Seminaren gesprochen wurde: Jemand, der Zeit für die Kinder hat und dort helfen kann, wo gerade Hilfe gebraucht wird. Ich freue mich schon auf dieses große, neue Projekt und bin schon sehr gespannt, was Don Bosco in diesem Jahr für mich bereit hält.

 

SPENDENAUFRUF


Wer mich /die Don Bosco Volunteers finanziell unterstützen möchte, bitte Folgendes als
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Vielen Dank

 

Fotokredits:

Quelle: fotolia.com, Fotos: atosan*, sebra*, Dennis*

Die offene Kinder und Jugendarbeit ist in unserer Kirchengemeinde sehr präsent.

JUGENDZENTREN

Don-Bosco-Club
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Jugendliche - News & Infos

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