Erzähl doch mal …

Ich bin in Brüssel in Belgien geboren.

Ich habe eine jüngere Schwester, aber groß geworden bin ich mit mehr Kindern. Wir haben nicht zusammen gelebt, aber meine Eltern pflegten einen sehr freundschaftlichen Kontakt mit anderen Familien. Höhepunkte im Jahr waren für mich die Reisen nach ‚la potion magique‘. So hatten meine Eltern das Haus genannt, wo wir zweimal im Jahr mit vielen Erwachsenen und vielen Kindern hinfuhren. Meine Eltern mochten Comics und ‚la potion magique‘ – der ,Zaubertrank‘ –ist eine Anspielung auf ‚Asterix und Obelix‘. Und irgendwie hat es gepasst: diese Tage in den Ardennen in der großen Gemeinschaft und dem hohen Tannenwald als Spielplatz, waren für mich als Stadtkind ein frischer und nährender Kraftspender. Ich war immer traurig, wenn wir uns verabschiedeten und habe mich dann ein halbes Jahr lang auf das nächste Treffen gefreut. 

Ich erinnere mich an Spiele, Ausflüge zum See und zum Fluss, wo wir schwammen und picknickten. Es waren Ferien, und wir hatten auch die Nacht zum Spielen. Eine große Freiheit war das für mich, da ich in der Schulzeit immer um 20.00 Uhr schlafen gehen musste. 

Eine Nacht ist mir besonders eindrücklich im Sinn geblieben. Ich war etwa 7 Jahre alt. Die Erwachsenen hatten ein Spiel erfunden, dass sie ‚100 metres de la peur‘ nannten ‚100 Meter weg von der Angst‘. In der Dunkelheit gingen wir zusammen an einen Startpunkt in den Wald. Von da aus sollte jede allein weitergehen bis zum nächsten Treffpunkt. Alle 5 Minuten ging eine los. Ich kannte das Spiel vom vorigen Jahr, aber da meinte mein Vater, dass ich noch zu klein sei, um mitzumachen. Aber nun wollte ich unbedingt mit dabei sein. Als ich dann dran war und losgehen sollte, habe ich die Angst richtig gespürt, aber ich habe natürlich nichts gesagt. Mit der Angst im Bauch bin ich losgegangen und hab es bis zu dem Treffpunkt geschafft. 

Das war eine wichtige Erfahrung für mich: damals habe ich es das erste Mal erlebt, dass ich stärker bin als meine Angst. Das begleitet mich noch heute. Auch in schwierigen Situationen versuche ich, ruhig zu bleiben und erinnere mich an ‚la potion magique‘. 

Gaëlle

 
 

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