Beerdigung

Wir Menschen wissen, dass der Tod zum Leben gehört, und wir Christen glauben daran, dass Gottes Liebe zu uns Menschen stärker ist als der Tod. Dennoch macht uns der Tod eines Angehörigen oder eines befreundeten Menschen betroffen, und der Schmerz über die zerrissene menschliche Beziehung lässt uns trauern.

Die Beisetzung

Die kirchliche Beisetzung des Verstorbenen möchte die Hinterbliebenen in der Hoffnung stärken, die aus dem christlichen Glauben kommt. Üblicherweise spricht das Beerdigungsinstitut den Termin der Trauerfeier und der anschließenden Beerdigung mit den Angehörigen, der jeweiligen Friedhofsverwaltung und der Pfarrei ab (Beerdigungsinstitute melden sich zu diesem Zweck bitte beim Pastoralbüro Elisabeth). Daraufhin wird unsere Pfarrei sich bei den Hinterbliebenden zur Vereinbarung eines Gesprächstermins melden. In diesem Gespräch wird die Situation geklärt und der Ablauf der Trauerfeier besprochen. Selbstverständlich können Angehörige sich auch jederzeit über die Pfarrbüros oder direkt an einen Seelsorger wenden. Das Gespräch kann bei den Angehörigen zu Hause oder auch in einem Büro der Pfarrgemeinde stattfinden.

Für jeden Verstorbenen wird in unserer Pfarrei auch eine Gedenkmesse (Exequien, Totenmesse, Requiem) gehalten, d.h. eine Eucharistiefeier, in der besonders des Verstorbenen gedacht wird. Hierfür wird eine der zeitlich nahe liegenden  Eucharistiefeiern des Wochenplans genommen, so dass neben den Angehörigen auch die Werktagsgemeinde anwesend ist und so die Gebets-Solidarität der ganzen Kirche mit den Hinterbliebenen zeigt.

Auch in der Zeit nach der Beisetzung stehen die Seelsorger, ehrenamtliche Trauerbegleiter und sonstige Ansprechpartner der Pfarrei den Angehörigen für Gespräche zur Verfügung.

Für Anfragen zu Trauerfeiern, Gedenkgottesdienste und Beerdigungstermine steht das Pfarrbüro St. Elisabeth zur Verfügung.

Die Pfarrei St. Clemens und Mauritius ist auch Trägerin des Katholischen Friedhofs an der Sonderburger Straße.

Nun noch einige Worte zu besonderen Formen der Beisetzung:

Die Urnenbestattung

Für eine Urnenbestattung wird der Körper des Toten zuvor in einem Krematorium verbrannt. In der Urne wird dann die Asche beigesetzt. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren Urnenbestattungen von Katholiken nicht üblich. Der Grund dafür war, dass man den in der Erde bestatteten Körper als ein Zeichen für die Erwartung der Auferstehung ansah. Insbesondere im 19. Jahrhundert haben manche Menschen bewusst die "Feuerbestattung" gewählt, um ein Zeichen gegen den christlichen Glauben zu setzen. Daher haben Christen ganz bewusst an der Erdbestattung festgehalten. Da in unserer Zeit kaum noch jemand mit der Feuerbestattung ein atheistisches Bekenntnis verbindet, hat auch die katholische Kirche keine Einwände mehr gegen diese Art der Bestattung. Es gibt auch gute Gründe, die für diese Form sprechen. Die kirchliche Trauerfeier kann vor der Einäscherung oder unmittelbar vor der Beisetzung der Urne stattfinden.

Die anonyme Bestattung

Zunehmend wird von älteren Menschen oder Angehörigen der Wunsch nach einer "anonymen Beisetzung" geäußert. Meist liegt ein Motiv darin, dass die Grabpflege (bzw. deren Kosten) den Angehörigen nicht zugemutet werden soll oder dass die Hinterbliebenen wegen großer Entfernung oder aus anderen persönlichen Gründen dazu nicht in der Lage sind.

Bitte überlegen Sie es sich gut, bevor sie für sich selbst im Testament oder für Angehörige eine "anonyme Beisetzung" wünschen. Denn "anonyme Beisetzung" im eigentlichen Sinn meint, dass die (Urnen-)Bestattung ohne Beteiligung von Angehörigen (und Seelsorgern) an einem nicht bekannten Ort bzw. zu nicht bekannter Zeit stattfindet. Diese Art der Beisetzung ist für uns Christen aber problematisch: Wenn Gott "jeden bei seinem Namen ruft", wenn jeder Mensch ein einmaliges Geschöpf Gottes ist, dann kommt die menschliche Würde, die in dieser Einmaligkeit liegt, durch eine anonyme Beisetzung nicht ausreichend zum Ausdruck. Jeder verstorbene Christ hat das Recht, dass sein Grab als ein Ort der Trauer und der Hoffnung öffentlich bekannt und mit seinem Namen versehen ist. Nicht selten wird auch unterschätzt, dass es für die Angehörigen wichtig sein kann, mit dem Grab einen Ort zu haben, an dem sie ihre Trauer zum Ausdruck bringen können.

Und wie ist es dann mit dem Aufwand der Grabpflege? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um für ein pflegefreies, kostengünstiges und dennoch würdiges Grab zu sorgen. Dies sind z.B. Gräberfelder mit grünem Rasen und einem Gedenkstein bei jedem Grab oder auch gemeinsamer Gedenkstele mit einer Namensplakette für jeden dort Bestatteten. Informationen dazu bekommen Sie bei Bestattungsinstituten und Friedhofsverwaltungen oder auch über unsere Seelsorger.