Sakrament der Versöhnung

Wie Jesus mit den Sündern und Außenseitern umgegangen ist, hat viele seiner Zeitgenossen verstört. Er hat ihnen durch Wort und Tat deutlich gemacht, dass Gott dem, der zur Umkehr, zur Besserung bereit ist, als der Barmherzige und Vergebende begegnet. Diese Begegnung ist es, die die Kirche als Sakrament der Versöhnung (oder "Bußsakrament") bezeichnet. Es wird oft auch Beichte genannt, weil es zur Feier dieses Sakramentes gehört, dass derjenige, der dieses Sakrament empfangen möchte, dem Priester seine Sünden "beichtet".

Wie alle Sakramente, so will auch das Sakrament der Versöhnung dem Menschen deutlich machen, dass Gott sich ihm als der menschenfreundliche Gott zuwendet. Bei diesem Sakrament geschieht es vor dem Hintergrund der Erfahrung des einzelnen Menschen, dass er nicht frei von Fehlern ist, sondern immer wieder kleinere oder größere Schuld auf sich lädt. Auch in dieser Situation darf der einzelne sich an Gott wenden; wenn er den Willen hat, sich um eine Wendung zum Guten zu bemühen, dann wird Gott sich ihm als der Barmherzige, Vergebende zeigen und ihn in seinem Bemühen um ein gutes, gelingendes Leben stärken.

In unserer Gemeinde St. Clemens und Mauritius gibt es derzeit keine festen Beichtzeiten. Selbstverständlich stehen aber die Priester der Gemeinde zur Verfügung, wenn jemand dieses Sakrament empfangen möchte. Dies kann im Rahmen eines normalen Seelsorgsgesprächs oder auch eines Hausbesuches geschehen; dafür können Sie über die Pfarrbüros oder direkt mit dem jeweiligen Seelsorger einen Termin vereinbaren.

Im Advent und in der Fastenzeit werden auch Bußgottesdienste angeboten, zum Teil als eigener Gottesdienst an einem Werktagabend, zum Teil in die Sonntagsmesse (Eucharistiefeier) integriert. Termine dafür entnehmen Sie bitte den Pfarrnachrichten.